Wissenschaft, Biotech, Medtech & Co. – all das ist Christophers Welt. Der promovierte Biologe mit Schwerpunkt regenerativer und molekularer Medizin arbeitete viele Jahre im Dienste der Wissenschaft. Doch Anfang 2020 hing er seinen Laborkittel an den Nagel und wechselte zur S-UBG Gruppe.

Anzug statt Laborkittel, Deals statt Forschungspublikationen. Warum eigentlich?

Christopher: Meine biomedizinische Forschung im Labor war zwar interessant, hat mich aber nicht wirklich erfüllt. In der Grundlagenforschung kann man ohne Frage superspannende Sachen machen, es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass das dort geschaffene Wissen einen großen Effekt auf das Leben im Hier und Jetzt hat. Da muss man schon Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Irgendwann wurde es mir zu eng, mir fehlte der Bezug zur Außenwelt.Daher habe ich mich nach anderen Bereichen umgeschaut.Als ich gesehen habe, dass der TechVision Fonds – VC-Fonds der S-UBG Gruppe einen Investment Manager sucht, habe ich mich einfach beworben. Seit dem 1.1.2020 arbeite ich dort.

Die richtige Entscheidung?

Christopher: Definitiv! Denn jetzt kann ich die Früchte meiner Arbeit auch ernten und sehen. Bei Venture Capitals und Start-Ups im LifeScience-Bereich verstauben Forschungsergebnisse nicht einfach so in der Schublade, sie werden zu Produkten und Dienstleistungen – mit großem Nutzen für die Gesellschaft. Übrigens: So ungewöhnlich ist mein Karriereweg gar nicht, wenn man sich die Brancheninvestoren anschaut. Viele haben LifeScience-Teams, in denen Menschen arbeiten, die einen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben.

Wie war dein Start beim TechVision Fonds?

Christopher: Das war wirklich der Sprung ins kalte Wasser (lacht). Ein krasser Umbruch, eine ganz andere Tätigkeit, ich hatte ja keinen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Daher habe ich viel on the job gelernt und an Fortbildungen teilgenommen. Dank meiner netten Kollegen, bei denen ich immer an die Bürotür klopfen und Fragen stellen konnte, ist mir der Start aber gut gelungen. Und dann kam ja auch noch die Corona-Pandemie dazu: Ich kenne quasi nur den Krisenmodus. Vieles wurde ins Homeoffice verlagert und digital umgesetzt.

Welche Aufgaben übernimmst du als Investment Manager?

Christopher: Durch meinen Hintergrund beschäftige ich mich vorwiegend mit Medtech-, Biotech- und Pharma-Unternehmen. Da ist häufig auch meine Fachexpertise gefragt, z. B. wenn es um Gentherapie-Ansätze geht. Mein Hintergrund hilft auch dabei, mit Gründern solcher Start-Ups auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ansonsten begleite ich wie meine Kollegen alle Prozesse vom Deal Sourcing über Term Sheet, Due Diligence bis hin zur Vertragsunterschrift. Darüber hinaus betreue ich meine Portfoliounternehmen. Da geht es dann auch um Folgefinanzierungen und, wenn die Zeit reif ist, auch um einen hoffentlich erfolgreichen Exit.

Was schätzt du an deiner Arbeit?

Christopher: Vor allem, dass sie so abwechslungsreich ist. Man lernt viele interessante Persönlichkeiten, insbesondere Gründer und Business Angels, kennen, die sich für Dinge begeistern können und eine Vision haben. Man kommt mit vielen richtig spannenden Ideen in Berührung. Das mitzuverfolgen und ein Teil davon zu sein, ist schon sehr cool. Außerdem schätze ich die Unternehmenskultur beim der S-UBG Gruppe. Hier steht wirklich jeder für jeden ein.

Welche Eigenschaften machen deiner Meinung nach einen guten Investment Manager aus?

Christopher: In meinem Bereich braucht man vor allem ein gutes technisches Verständnis, um Innovationen einschätzen zu können. Auf der anderen Seite ist unternehmerisches Denken wichtig, um sich in die jeweiligen Unternehmen reindenken zu können. Viele verschiedene Aufgaben prägen den Arbeitsalltag und manchmal kommt auch alles auf einmal. Da heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren!

Zur Person:

Dr. Christopher Jahn (32) hat eine Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten absolviert und anschließend angewandte Biologie und molekulare Medizin studiert. Es folgte eine Promotion im Bereich der regenerativen Medizin. Viele Jahre hat er in einem Labor geforscht. Seit dem 1. Januar 2020 unterstützt er den TechVision Fonds als Investment Manager.